Konzerte
alle Konzerte der Kreuzkirche finden Sie im aktuellen Halbjahres-Programm
| Überblick |
| 14.3.10, 19.00 Uhr | Passionskonzert in der Kreuzkirche
IMPROVISATION-THEATER-KONZERT | Gegrüßet seist du Rabbi - der Judaskuss |
| 4.4.10, 10.00 Uhr | Musik im Gottesdienst | Gottesdienst mit VOX BONA am Ostersonntag |
| 11.4.10, 11.00 Uhr | "Auf den Fluten von Themse und Nil"
| 3. FAMILIENKONZERT in der Reihe Bobbys Klassik:
Georg Friedrich Händel: "Wassermusik" und "Israel in Ägypten"
Oper Bonn |
| 11.4.10, 15.00 Uhr | "Auf den Fluten von Themse und Nil"
| 3. FAMILIENKONZERT in der Reihe Bobbys Klassik:
Georg Friedrich Händel: "Wassermusik" und "Israel in Ägypten"
Oper Bonn |
| 14.5.10, 10.30 Uhr | 8. Deutscher Chorwettbewerb vom 12.-16. Mai 2010 | Konzerthaus Dortmund, Brückstr. 21, 44135 Dortmund |
| 13.6.10, 10.00 Uhr | Musik im Gottesdienst | Gottesdienst mit VOX BONA |
| 18.6.10, 19.00 Uhr | CANTABOnn 2010 | Eröffnungskonzert des Vokalfestivals in der Bonner Kreuzkirche |
| 23.6.10, 20.00 Uhr | Konzert im Rahmen des 3. Vokalfestivals CANTABOnn
Kreuzkirche
| Allen Menschen guten Willens |
| 18.7.10, 19.00 Uhr | Konzert im Dom zu Riga | Konzertreise vom 16.-21. Juli 2010 nach Lettland |
Sonntag, 14.3.10, 19.00 Uhr
Passionskonzert in der Kreuzkirche
IMPROVISATION-THEATER-KONZERT
Gegrüßet seist du Rabbi - der Judaskuss
VOX BONA, Kammerchor der Kreuzkirche, Chorimprovisation
Schola des Kammerchores Vox Bona und Pater Michael Hermes, gregorianische Gesänge
Michael Gees, Sythesizer
Stefan Horz, Orgel
Christoph Amrhein, Schauspieler
künstlerisches Konzept und Leitung, Karin Freist-Wissing
Programmheft
Walter Jens, aus:
"Die Verteidigungsrede des Judas Ischarioth":
"Judas: Ja, das habe ich gesagt; es war so abgesprochen zwischen uns; ich befolgte seinen Befehl, er konnte sich auf mich verlassen. 'Gegrüßet seist du Rabbi' - das waren die vier Worte, die wir vereinbart hatten, wir beiden, er und ich, zum Zeichen, dass es kein Zurück mehr gab für uns,
von nun an nicht mehr. Ich ging auf ihn zu, sehr langsam, beinahe bedächtig, er lächelte, ich küßte ihn, und wir umarmten einander. Wir beide: ein paar Sekunden lang ganz allein auf der Welt. Die Soldaten weit weg, mit gesenkten Lanzen, so als schämten sie sich; die Jünger: irgendwo im Dunkeln versteckt. ER und ICH: die einzigen Menschen, im Vordergrund auf einer leeren Bühne, unter einem hohen sternklaren Himmel. Es war ein warmer Tag gewesen, der Tau fiel erst gegen Morgen, die Soldaten trugen Sommeruniform, sein Gewand stand weit offen; ich legte ihm die Hand auf die Schulter, ganz sanft, der kleine Finger berührte so seinen Hals. Der letzte Liebesbeweis: Judas aus Kerioth küsst seinen Herrn. Und er, Jesus von Nazareth, sagte zu mir: 'Mein Freund.' Ja, wir gehörten zusammen, wir zwei. 'Gegrüßet seist du Rabbi': Da sprach zum letzten Mal ein Mensch zu ihm ..."
Über kaum eine Person aus der Bibel ist so widersprüchlich berichtet worden wie über Judas Ischarioth. Ist er der Verräter, der für lächerliche 30 Silberlinge seinen Freund und Meister verrät, hat Jesus es nötig, einen Menschen so zu erniedrigen, um seinen Heilsplan zu vollenden? Ist Judas der Jünger, der Jesus am meisten liebt, dass er sich hergibt, die Rolle des Verräters zu spielen?
Es gibt so viele Ansätze, diese Person verstehen zu können. Jedes Jahr in den Passionsgottesdiensten hören wir diese Geschichte auf dieselbe Art und Weise. Ein menschliches Drama, das katastrophale Ende einer bedingungslosen Freundschaft, ein brutaler Verrat, oder die geplante Durchführung des Heilsplanes Gottes auf Grund bedingungsloser Liebe bis zur Selbstaufgabe?
Unser Konzert will diese Geschichte von ganz anderer, neuer Seite beleuchten:
IMPROVISATION ist ein Können, das gerade in der Kirchenmusik große Tradition hat: Bach wurde für seine Orgelimprovisationen fast mehr verehrt als für seine Kompositionen. Im Kirchenmusikstudium ist die Orgelimprovisation ein Hauptfach. Aber wie kann ein ganzer Chor improvisieren? Das ist eine große Herausforderung, ein musikalisches Experiment. Die Chorsänger müssen tief in den Inhalt der Texte eintauchen, sie müssen sich intensiv mit den Emotionen, Leidenschaften und Ereignissen auseinandersetzen und identifizieren. Sie reproduzieren
nicht wie sonst, sie produzieren, sie erfinden im Augenblick, im kreativen Prozess die Musik, die alles ausdrücken muss, was der Text darstellt.
MUSIK IST AUGENBLICKSSACHE
Gemeinsam mit dem Pianisten Michael Gees und unserem Organisten Stefan Horz wird Vox Bona, der Kammerchor der Kreuzkirche, zu dem Text von Walter Jens Vokalimprovisationen singen.
"Die Verteidigungsrede des Judas Ischarioth" wird gespielt und gelesen von dem Schauspieler und Regisseur Christoph Amrhein.
Der Kirchenraum wird als Ganzes genutzt werden, auch das wird ein Experiment.
Dieses "Improvisations-Theater-Konzert" wird eingerahmt von den ältesten Gesängen der christlichen Kirche, dem Gregorianischen Choralgesang, vorgetragen von den Männerstimmen des Kammerchores.
Für die Einstudierung und Leitung dieser gregorianischen Gesänge konnte der sowohl in der Gregorianikforschung als auch in der Praxis des Gregorianischen Gesanges international profilierte Pater Michael Hermes gewonnen werden.
Pater Michael Hermes arbeitet und lebt in der Benedektiner-Abtei Königsmünster in Meschede.
Wir laden Sie herzlich ein, dieses "einmalige" Improvisations-Konzert mitzuerleben.
Eintritt: 15,- Euro (erm. 12,- Euro); 10 Euro (erm. 8,- Euro)
Vorverkauf bei
BonnTicket
Sonntag, 4.4.10, 10.00 Uhr
Musik im Gottesdienst
Gottesdienst mit VOX BONA am Ostersonntag
VOX BONA, Kammerchor der Kreuzkirche
Leitung: Karin Freist-Wissing
Krieger: "Singet dem Herrn ein neues Lied" (Osterkantate)
Sonntag, 11.4.10, 11.00 Uhr
"Auf den Fluten von Themse und Nil"
3. FAMILIENKONZERT in der Reihe
Bobbys Klassik:
Georg Friedrich Händel: "Wassermusik" und "Israel in Ägypten"
Oper Bonn
Junges Erzählerteam des "Kid's Klassik Jugendchores"
Stephanie Watin, Sopran
Damaris Unverzagt, Alt
VOX BONA, Kammerchor der Kreuzkirche Bonn
Karin Freist-Wissing, Einstudierung und künstlerische Leitung;
wuppertaler vokalensemble, Thomas Honickel, Einstudierung
Beethoven Orchester Bonn
Thomas Honickel, Dirigent
In zwei Teilen portraitieren wir einen der wichtigsten Komponisten des Barock, der 2009 seinen 250. Todestag hatte: Georg Friedrich Händel. Im Mittelpunkt des ersten Teils steht die Begegnung der beiden Könige auf den Wassern der Themse: George I, König von Großbritannien, und Händel, dem König der Musikszene in England. Nach einem Streit versöhnen sich die beiden durch den diplomatischen Schachzug Händels, dem König auf einer Lustfahrt im Boot seine "Wassermusik" vorzuspielen, die er eigens für ihn geschrieben hat.
Held des zweiten Teils in diesem Konzert ist Moses, der das Volk Israel aus der Sklaverei am Nil befreit. Furchtbare Strafen sendet Gott auf die Ägypter, bis der grausame Pharao endlich die Israeliten ziehen lässt. Und als er sie dennoch mit seinem Heer und mit Streitwagen verfolgt, gebietet Moses dem Roten Meer, dass es ihm den Weg für sein Volk freigibt. Händel hat diese Geschichte in herrliche Musikbilder gefasst. Ein kleines Bühnenbild wird während des Konzertes die Handlung unterstreichen.
Dauer: ca. 90 Minuten mit Pause Für Kinder ab 8 Jahren
Preise auf allen Plätzen
Einzelpreis: 5,50 Euro, ermäßigt 2,75 Euro inkl. 10% VVK
Abonnement: 4 Familienkonzerte 17,00 Euro, ermäßigt 9,00 Euro
Sonntag, 11.4.10, 15.00 Uhr
"Auf den Fluten von Themse und Nil"
3. FAMILIENKONZERT in der Reihe
Bobbys Klassik:
Georg Friedrich Händel: "Wassermusik" und "Israel in Ägypten"
Oper Bonn
Junges Erzählerteam des "Kid's Klassik Jugendchores"
Stephanie Watin, Sopran
Damaris Unverzagt, Alt
VOX BONA, Kammerchor der Kreuzkirche Bonn
Karin Freist-Wissing, Einstudierung und künstlerische Leitung;
wuppertaler vokalensemble, Thomas Honickel, Einstudierung
Beethoven Orchester Bonn
Thomas Honickel, Dirigent
In zwei Teilen portraitieren wir einen der wichtigsten Komponisten des Barock, der 2009 seinen 250. Todestag hatte: Georg Friedrich Händel. Im Mittelpunkt des ersten Teils steht die Begegnung der beiden Könige auf den Wassern der Themse: George I, König von Großbritannien, und Händel, dem König der Musikszene in England. Nach einem Streit versöhnen sich die beiden durch den diplomatischen Schachzug Händels, dem König auf einer Lustfahrt im Boot seine "Wassermusik" vorzuspielen, die er eigens für ihn geschrieben hat.
Held des zweiten Teils in diesem Konzert ist Moses, der das Volk Israel aus der Sklaverei am Nil befreit. Furchtbare Strafen sendet Gott auf die Ägypter, bis der grausame Pharao endlich die Israeliten ziehen lässt. Und als er sie dennoch mit seinem Heer und mit Streitwagen verfolgt, gebietet Moses dem Roten Meer, dass es ihm den Weg für sein Volk freigibt. Händel hat diese Geschichte in herrliche Musikbilder gefasst. Ein kleines Bühnenbild wird während des Konzertes die Handlung unterstreichen.
Dauer: ca. 90 Minuten mit Pause Für Kinder ab 8 Jahren
Preise auf allen Plätzen
Einzelpreis: 5,50 Euro, ermäßigt 2,75 Euro inkl. 10% VVK
Abonnement: 4 Familienkonzerte 17,00 Euro, ermäßigt 9,00 Euro
Freitag, 14.5.10, 10.30 Uhr
8. Deutscher Chorwettbewerb vom 12.-16. Mai 2010
Konzerthaus Dortmund, Brückstr. 21, 44135 Dortmund
VOX BONA, Kammerchor der Kreuzkirche
Leitung: Karin Freist-Wissing
VOX BONA hat im November 2009 am Landeschorwettbewerb NRW in Bonn mit "hervorragendem Erfolg teilgenommen" (23 Punkte) und als Sieger der Kategorie "Gemischter Chor ab 41 Mitwirkende" die Qualifikation zum Bundes-Chorwettbewerb erhalten.
Sonntag, 13.6.10, 10.00 Uhr
Musik im Gottesdienst
Gottesdienst mit VOX BONA
VOX BONA, Kammerchor der Kreuzkirche
Leitung: Karin Freist-Wissing
H.W. Zimmermann: Marienlob
J.S. Bach: Jesu meine Freude
Freitag, 18.6.10, 19.00 Uhr
CANTABOnn 2010
Eröffnungskonzert des Vokalfestivals in der Bonner Kreuzkirche
Vox Bona, Kammerchor der Kreuzkirche Bonn
BonnSonata
Bonner Kammerchor
BonnVoice
Schedrik Kinderchor
Chor der Universität Bonn
Mittwoch, 23.6.10, 20.00 Uhr
Konzert im Rahmen des 3. Vokalfestivals CANTABOnn
Kreuzkirche
Allen Menschen guten Willens
VOX BONA, Kammerchor der Kreuzkirche
Leitung: Karin Freist-Wissing
Stefan Horz, Orgel
H.W. Zimmermann "Marienlob" (2003), Motette für Männerchor,
zwei 7-stimmige Chöre und 6-stimmigen Chor a cappella
Michael Ostrzyga "Iuppiter" (2007)
für 8-stimmigen Chor a cappella
Jupiter - Orgelimprovisation
J.S. Bach "Jesu meine Freude"
J.S. Bach Concerto a-Moll BWV 593
Franz Liszt Präludium und Fuge über B-A-C-H
J.G. Rheinberger "Abendfriede" op. 156 Nr. X
"Allen Menschen guten Willens", dieses Motto hat der Komponist Heinz Werner Zimmermann seinem dreiteiligen großen a cappella Werk "Marienlob" vorangestellt.
Über den Sinn und Zweck von Religion wird diskutiert, seit es Menschen gibt. In jeder Kultur der Welt gibt es Glauben an ein Gotteswesen, gibt es die Sehnsucht nach einer Kraft, die außerhalb menschlichen Ermessens und menschlicher Fähigkeiten liegt.
Schaut man nur in die jüngste Geschichte der letzten 400 Jahre zurück, ist man überwältigt von all den schrecklichen Dingen, die religiös motivierte Kämpfe verursacht haben. Im Namen Gottes ist unendlich viel Unrecht geschehen und geschieht noch.
In unserer heutigen globalen Gesellschaft können wir nicht auf einer Insel leben. Kulturen treffen aufeinander und vermischen sich, neue Konflikte, auch religiöser Art, entstehen und dem müssen wir uns positiv und offen stellen. Es gibt oft mehr Gemeinsamkeiten als man denkt, schaut man erst einmal genauer hin.
Musik ist ein gutes Medium, diese Gemeinsamkeiten hörbar und erfahrbar zu machen. Musik öffnet Herzen und macht sie bereit für ernst gemeinten Dialog, für Annäherung und ehrliche Auseinandersetzung.
Heinz Werner Zimmermann will mit seinem Werk "Marienlob" Brücken schlagen. Die drei Motetten sind auf Marientexte aus der russisch-orthodoxen Kirche, der evangelischen und katholischen Kirche und aus der 3. Sure des Korans entnommen. Die Musik nimmt die Gemeinsamkeiten auf und betont sie, nicht das Trennende. Zimmermann ist auch in seinem musikalischen Stil international. Er verbindet in seiner Musik traditionelle Formen und Gattungen mit Jazz und Spiritual. Der Rhythmus, 14-stimmige Polyphonie und "Zwillingsklänge" (harmonische Akkordverbindungen, z.T. bitonal) sind Kennzeichen seiner vitalen, tiefgründigen Musik.
Ein zweites wichtiges Werk des Abends ist "Iuppiter" von Michael Ostrzyga.
Zentrale Gestalt des Textes ist der Archetypus des Göttlichen, seine Namen sind: Zeus, Thor, Donar, Odin, Rex, Jupiter... Ostrzyga verbindet religiöse Kulturen, indem er symbolische Namen der Religionen in einem Text vereinigt und musikalisch in Beziehung setzt. Ostrzygas Musikstil ist bildhaft-tonmalerisch, extrem expressiv und mitreißend.
Er stellt an Technik, Stimmvolumen und -umfang der SängerInnen höchste Anforderungen. "Iuppiter" versetzt den Hörer in einen wahren Klangrausch, den Stefan Horz an der Orgel improvisatorisch einfangen wird.
"Um Religion zu besitzen, muß der Mensch erst die Menschheit gefunden haben, und er findet sie nur in Liebe und durch Liebe."
Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher, (1768 - 1834),
deutscher evangelischer Theologe, Philosoph und Pädagoge.
"Religionen und Ideologien müssen sich daran messen lassen, wie sie mit Andersdenkenden umgehen. Die etablierten Denkmodelle versagen traditionell, denn sie kennen zwar Götterweihen und Fahneneide, aber wenig Menschenwürde gegenüber dem kritischen Individuum."
Raymond Walden, (*1945), Kosmopolit, Pazifist und Autor.
Quelle: "Sentenzen von Freiheit", Angelika Lenz Verlag.
Sonntag, 18.7.10, 19.00 Uhr
Konzert im Dom zu Riga
Konzertreise vom 16.-21. Juli 2010 nach Lettland
VOX BONA, Kammerchor der Kreuzkirche
Leitung: Karin Freist-Wissing
Stefan Horz, Orgel
H.W. Zimmermann "Marienlob" (2003), Motette für Männerchor,
zwei 7-stimmige Chöre und 6-stimmigen Chor a cappella
Michael Ostrzyga "Iuppiter" (2007)
für 8-stimmigen Chor a cappella
Jupiter - Orgelimprovisation
J.S. Bach "Jesu meine Freude"
J.S. Bach Concerto a-Moll BWV 593
Franz Liszt Präludium und Fuge über B-A-C-H
J.G. Rheinberger "Abendfriede" op. 156 Nr. X
Weitere Informationen: siehe Konzert vom 23.06.2010