VOX BONA war beim internationalen Chorwettbewerb "musica mundi" in Budapest und kehrte mit großem Erfolg zurück: Wir haben ein "Gold-Diplom" und eine "goldene Sissi" (links die Trophäe für den Sieg in unserer Kategorie) gewonnen - und natürlich viele schöne Erinnerungen, allen voran an den großen Konzertsaal im dem Palast der Künste mit der zauberhaften Akustik.
Unvergesslich bleibt aber vor allem eines: VOX BONA hat Musik gemacht, und das zur besten VOX BONA-Zeit, Montag Abend um 21:45 Uhr.
Doch vor den Triumph haben die Götter den Schweiß gesetzt und die Musen der Wettbewerbsveranstalter eine Akustik-Probe morgens um 8:30 (um halb neun morgens!). Dementsprechend munter ging es zur Sache:
(VOX BONA morgens um 8:15 Uhr im Palast der Künste, auf die Stellprobe wartend)
Die Stellprobe war in 15 Minuten absolviert. Nach ausgiebigem Sight-Seeing ging es abends zurück zum Palast der Künste, diesmal in Konzertkleidung und mit der gesammelten Wettbewerbsanspannung.
Dann mit einer fast mediterranen Verspätung von 25 Minuten, d.h. also um 21:45 Uhr und damit 13 Stunden nach der Akustik-Probe kam der Auftritt: freundlicher, wenngleich etwas spärlicher Applaus, der Saal liegt im Halbdunkeln, man sieht kaum, wer da klatscht.
Das ersten Stück ist gleich das Pflichtstück, das alle Chöre dieser Kategorie zu singen haben: Jézus és a kufárok (Jesus und die Krämer) von Zoltan Kodaly. Und was soll man groß drum herum reden: das Stück läuft einfach gut durch, und das meint nicht nur, dass es ohne grobe Schnitzer so durchläuft, nein, es wird Musik.
Das Publikum klatscht begeistert.
Wettbewerbs-Programm
Zoltan Kodaly
Jézus és a kufárok (Jesus und die Krämer; das Pflichtstück)
Heinrich Schütz
Verleih uns Frieden
Heinrich Poos
Nachklang (Es ist ein Klang gekommen)
Arnold Mendelssohn
Passionsgesang
Der verdiente Lohn ist nicht nur der Sieg in der Kategorie "Gemischte Chöre mit Pflichtstück", sondern auch die Teilnahme am "Grand Prix"-Abschlusskonzert in dem phantastischen großen Konzertsaal des Palasts der Künste.
Grand Prix
György Orban
Cor mundum
Moses Hogan
Joshua fit the battle
Die Musik singt sich wie von selbst, VOX BONA genießt den eigenen Sound.
Nachtrag Sommer 2008:
Bei Youtube gibt es eine (Amateuer-)Videoaufnahme von "Joshua fit the battle":
VOX BONA in einer Momentaufnahme:
Unabhängig vom Wettbewerb gab es mindestens noch eine weitere interessante Erkenntnis:
Der Stadtbezirk Bonn hat eine "städtepartnerschaftliche Beziehung" zu Budafok, dem 22. Bezirk der Stadt Budapest.
Das hatte für VOX BONA ganz praktische Auswirkungen: Der Bürgermeister ("Polgármester") ermöglichte in den Räumen der Bürgermeisterei eine Begegnung mit dem Budafoker "Lampart-Chor". Reden (rechts die stellvertretende Bürgermeisterin nebst Dolmetscherin) wurden geschwungen, wir haben gesungen, der Lampart-Chor hat gesungen.
Wir haben dabei entdeckt, dass es in Budapest Fans gab, die uns beim Wettbewerbskonzert zugehört hatten, und dass man, wenn schon mangels Ungarisch-Kenntnissen nicht wirklich miteinander reden kann, immerhin miteinander singen kann ...
Musica mundi war so nicht nur der Titel des Wettbewerbs, sondern gleichzeitig Alltag. Nebenbei durften wir erfahren, dass in Budafok sehr guter Wein wächst. Reisen bildet...